Klinikdienstleister·Deutschland·2022–2023
Insolvenz in Eigenverwaltung, drei von fünf Standorten defizitär
Größenordnung: 241 Mitarbeitende an fünf Standorten, rund 38 Mio. € Umsatz
- 11 Monate
- Mandatsdauer
- 186 von 241
- Arbeitsplätze erhalten
- 6,8 Mio. €
- Kaufpreis
Ausgangslage
Ein Dienstleister für Sterilgutaufbereitung ging in die Insolvenz in Eigenverwaltung. Drei der fünf Standorte arbeiteten defizitär, die Energiekosten hatten sich binnen achtzehn Monaten verdreifacht, und zwei Klinikverbünde hatten ihre Verträge zum Jahresende gekündigt. Der Sachwalter forderte innerhalb von acht Wochen eine Entscheidung über Fortführung oder Stilllegung.
Vorgehen
Wir haben jeden Standort einzeln durchgerechnet — Auslastung, Energieverbrauch je Sterilguteinheit, Vertragslaufzeiten, Personalstruktur. Zwei Standorte waren auch bei voller Auslastung nicht tragfähig. Für die verbleibenden drei haben wir eine übertragende Sanierung vorbereitet und einen Investorenprozess aufgesetzt: elf Adressen angesprochen, vier haben geboten.
Ergebnis
Übertragende Sanierung an einen strategischen Erwerber zu 6,8 Mio. €. Von 241 Arbeitsplätzen blieben 186 erhalten — 77 %. Zwei Standorte wurden geschlossen, die drei verbliebenen wurden vom Erwerber fortgeführt.
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