Lohnhersteller, pharmazeutische Wirkstoffe·Österreich·2020–2022
GMP-Beanstandung stoppte zwei Produktlinien, Hauptkunde trug 60 % des Umsatzes
Größenordnung: 90–120 Mitarbeitende, rund 52 Mio. € Umsatz
- 7 Monate
- bis zur GMP-Freigabe
- 3 Jahre
- Vertragsverlängerung Hauptkunde
- 4,5 Mio. €
- Überbrückungsfinanzierung
Ausgangslage
Nach einer GMP-Beanstandung durch die Aufsichtsbehörde musste der Betrieb die Auslieferung von zwei Produktlinien stoppen. Der größte Kunde stand für rund 31 Mio. € Jahresumsatz — 60 % des Geschäfts — und prüfte bereits die Verlagerung zu einem Wettbewerber. Ohne Freigabe drohte binnen eines Quartals die Zahlungsunfähigkeit.
Vorgehen
Wir haben gemeinsam mit externen GMP-Spezialisten einen Remediationsplan aufgesetzt und dessen Umsetzung wöchentlich nachgehalten. Der zweite, ebenso wichtige Teil war die Kommunikation: Wir haben den Hauptkunden alle zwei Wochen über den Stand informiert, mit belegten Zwischenschritten statt Zusicherungen. Zur Überbrückung wurde eine Finanzierung über 4,5 Mio. € strukturiert, besichert über den Maschinenpark.
Ergebnis
Freigabe durch die Behörde nach sieben Monaten. Der Hauptkunde blieb und verlängerte 2022 um drei Jahre. Der Umsatz erreichte 2022 wieder 49 Mio. €. Die Überbrückungsfinanzierung wurde planmäßig zurückgeführt.
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