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Medizintechnik·Deutschland·2023–2024

Gesellschafteraustritt bei gleichzeitiger MDR-Rezertifizierung

Größenordnung: 60–90 Mitarbeitende, rund 24 Mio. € Umsatz

16 Monate
Mandatsdauer
−3 % → +6,4 %
EBIT-Marge
5,2 Mio. €
Anteilsübernahme

Ausgangslage

Ein Hersteller chirurgischer Einweginstrumente stand vor zwei Problemen gleichzeitig. Ein Gesellschafter mit 40 % wollte aussteigen und hatte keine Nachfolge. Und für elf Produktfamilien stand die MDR-Rezertifizierung an, deren Kosten das Unternehmen auf rund 3,4 Mio. € schätzte — bei einer EBIT-Marge von minus 3 %.

Vorgehen

Wir haben jede Produktfamilie gegen ihre MDR-Kosten gerechnet: Was kostet die Rezertifizierung, was trägt das Produkt über die verbleibende Lebensdauer bei? Bei drei von elf Familien war die Antwort eindeutig negativ; sie wurden eingestellt. Für den Gesellschafteranteil haben wir aus dem eigenen Netzwerk einen Finanzinvestor angesprochen, der die Nachfolge im Gesellschafterkreis abbildete, ohne die operative Führung anzutasten.

Ergebnis

Die EBIT-Marge drehte binnen 16 Monaten von −3 % auf +6,4 %, das entspricht einer Ergebnisverbesserung von rund 2,26 Mio. €. Die MDR-Kosten sanken durch die Portfolio-Bereinigung um 2,1 Mio. €. Der Gesellschafteranteil wurde zu 5,2 Mio. € übernommen.

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