Pharmagroßhandel·DACH·2021–2023
41 % des Umsatzes durch zwei gekündigte Rahmenverträge verloren
Größenordnung: 140–180 Mitarbeitende, rund 95 Mio. € Umsatz
- 19 Monate
- Mandatsdauer
- −18,2 %
- Fixkosten
- 12,0 Mio. €
- Kreditlinie verlängert
Ausgangslage
Innerhalb von zwei Quartalen verlor der Großhändler zwei Rahmenverträge, die zusammen rund 39 Mio. € Umsatz trugen — 41 % des Geschäfts. Zeitgleich lief die Erneuerung einer Herstellerlizenz, die für ein weiteres Viertel des Sortiments Voraussetzung war. Die Hausbank hatte die Kreditlinie über 12 Mio. € bereits einmal verlängert und machte deutlich, dass sie das ohne belastbares Konzept nicht erneut tun würde. Die vorhandene Liquiditätsplanung reichte elf Tage weit.
Vorgehen
Wir haben in den ersten drei Wochen eine rollierende 13-Wochen-Liquiditätsvorschau aufgebaut und sie ab da wöchentlich mit der Buchhaltung fortgeschrieben. Parallel wurde das Sortiment nach Deckungsbeitrag zerlegt: Ein Drittel der Artikel trug nichts bei, band aber erhebliches Lagerkapital. Gemeinsam mit der begleitenden Wirtschaftskanzlei entstand ein Sanierungskonzept, das der Bank als Grundlage für eine Stillhaltevereinbarung diente. Die Verhandlung mit den beiden verbliebenen Großkunden über vorgezogene Zahlungsziele haben wir geführt.
Ergebnis
Fortführung ohne Verfahren. Die jährlichen Fixkosten sanken von 21,4 auf 17,5 Mio. € — ein Minus von 18,2 %. Die Lagerbindung wurde um 4,1 Mio. € reduziert. Die Kreditlinie über 12 Mio. € wurde um 24 Monate verlängert.
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